Autoscheiben tönen

Autoscheiben tönen

Die eigenen Autoscheiben tönen; Davon träumen wahrscheinlich viele deutsche Autobesitzer. Denn: Nicht immer will man, dass andere Verkehrsteilnehmer in den Fond hineinschauen können; Getönte Autoscheiben können hier Abhilfe schaffen und etwas Privatsphäre für Kinder und Mitfahrer garantieren. Zudem sehen getönte Scheiben bei Autos häufig auch viel besser aus und werten das eigene Auto optisch auf.

Wer Autoscheiben tönen will, der muss allerdings nicht zum teuren Fachmann, sondern kann diese Arbeit auch selber machen. Wie das geht, erfahren Sie hier!

Autoscheiben tönen: Vorbereitungen

Zuerst einmal sollten Sie die Autoscheiben Ihres Autos von innen mit einem Glasreiniger säubern. Es sollte sich kein Staub oder Fett mehr auf der Scheibe befinden, wenn Sie die Folie zum Tönen anbringen, denn je schlechter die Scheibe gesäubert wurde, desto schlechter ist das Ergebnis auf der Scheibe. Sparen Sie auch Ecken und Kanten der Scheiben bei dieser gründlichen Reinigung nicht aus.

Für das spätere Anbringen der Tönungsfolien auf die Scheiben benötigen Sie neben Wasser auch Spülmittel, ein Cutter-Messer und einen sogenannten Rakel. Daneben natürlich die Tönungsfolien selbst. Alles bekommen Sie – sofern das erforderliche Material noch nicht vorhanden ist – in einem gut sortierten Baumarkt oder beim Autofachhändler. Für Feinarbeiten und das Entfernen sollten Sie zudem immer einen Heißluftfön parat haben. Auch den bekommen Sie im gut sortierten Baumarkt ab etwa 20 Euro.

Um zu überprüfen, ob die Scheiben wirklich frei von Dreck, Staub und Fett sind, sollten Sie in einem hellbeleuchteten Raum schräg auf die Scheiben schauen. So können Sie Fingerabdrücke, Schlieren und verbliebenen Schmutz am besten erkennen.

Autoscheiben tönen

Autoscheiben tönen

Autoscheiben tönen


Nachdem Sie die Scheiben gesäubert hat, kann es mit dem Tönen losgehen. Zunächst einmal sollten Sie hierfür einen Eimer mit warmen Wasser bereitstellen, in das Sie drei Tropfen Spülmittel geben. Sprühen Sie die Scheibe von innen mit dieser Spül-Wasser Lösung ein und entfernen Sie Schutzschicht auf der Klebeseite der Folie. Nun legen Sie die Folie mit der Klebeseite auf das eingesprühte Fenster.

Jetzt ist etwas Fingerfertigkeit gefragt. Nehmen Sie sich ein Cuttermesser und schneiden Sie die Folie 10 cm größer zu, als sie benötigt wird. Nun kommt das Rakel zum Einsatz. Das Rakel ist eine Andruckhilfe aus Hartplastik, das häufig in der Beschichtungstechnik zum Einsatz kommt. Mit diesem Rakel wird nun horizontal vom Zentrum der Scheibe aus die Folie an der Scheibe festgedrückt. Durch diesen Vorgang werden Wasser und Luftblasen unter der Folie entfernt. Dieses Arbeiten erfordert viel Geduld, eine ruhige Hand und Sorgfalt. Luftblasen zu entfernen, wenn die Folie bereits aufgedrückt, ist eine noch mühseligere und anstrengendere Arbeit.

Nachdem die Folie nun an der Scheibe befestigt ist, kann man sie auch an den Kanten des Fensters exakt zurechtschneiden. Beim Rakeln können sich immer mal wieder Falten in der Folie bilden. Das ist nicht weiter schlimm, trotzdem sollten Sie nach Anbringen der Folie an der Scheibe beseitigt werden. Dafür nehmen Sie sich einen Heißluftfön und erwärmen die Falten vorsichtig. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Fön nicht zu nahe an die Folie kommt, da diese sich sonst verziehen oder gar schmilzen und verbrennen kann. Sie sollten den Heißluftfön daher auch nicht punktuell längere Zeit auf eine Stelle halten. Wenn sich die Falten zusammenziehen, dann können sie mit dem Rakel vorsichtig ausgebessert werden. Üben Sie nicht zu viel Druck aus, da sich ansonsten neue Falten bilden können. Wiederholen Sie jetzt das Ganze noch für die restlichen Scheiben.

Beim Zuschneiden der Folie an der Heckscheibe sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen, damit keine Heizdrähte beschädigt werden.

Autoscheiben tönen: Rechtliche Grundlage

Anders als in anderen Ländern, muss man in Deutschland – wenn man die eigenen Autoscheiben tönen will – auch rechtliche Vorgaben beachten. Die wohl strengste: Frontscheibe und Seitenscheiben der vorderen Plätze dürfen nicht getönt werden! Zum Einen soll somit gewährleistet werden, dass das Autoscheiben tönen nicht die Sicht des Fahrers auf den Verkehr einschränkt. Zum anderen müssen Beifahrer und Fahrer für jeden anderen Verkehrsteilnehmer immer sichtbar sein; Eine getönte Seitenscheibe würde das verhindern.

Wer die eigenen Autoscheiben tönen will, muss zudem beachten, dass auch von dieser Änderung am Fahrzeug keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer entstehen darf. Auf spiegelnde Folien, die andere womöglich blenden könnten, sollte man daher von Vornherein verzichten.

Bildnachweis: IS2, Photodune

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.