AppStore

AppStore – Wie Apple den Software-Markt revolutionierte

Apple – dem designbewussten Computerhersteller aus Kalifornien – werden immer wieder Revolutionen nachgesagt. So auch auf dem Markt für Software-Produkte: Mit dem „AppStore“ hat Apple einen Markt erschaffen, der vor wenigen Jahren noch gar nicht denkbar gewesen wäre und Konkurrenten in Verlegenheit gebracht hat.

Was ist ein AppStore?

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Ein AppStore – ob von Apple, Google oder anderen Anbietern – basiert auf einem ganz einfachen Prinzip: Auf einem virtuellen Marktplatz werden Softwares ganz verschiedener Anbieter gebündelt und sortiert. Der Nutzer des AppStores kann dann in diesem Marktplatz nach der passenden Software suchen und diese mit einem Klick auf seinem Geräte installieren.

Die simple und erfolgreiche Idee vom AppStore

Die Idee des AppStores hat Apple mit der Markteinführung des iPhone veröffentlicht. Denn mit dem iPhone war es erstmals wirklich möglich, auf einem Smartphone, bzw. Handy Drittanbieter-Software zu installieren, die sich nicht nur auf Klingeltöne, Logos oder sog. Spaß-Anwendungen bezog. Mit dieser Errungenschaft hatte Apple aber auch ein Problem zu klären: Der Computerhersteller brauchte eine Möglichkeit, um Software den iPhone-Nutzern schnell und problemlos zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Kontrolle über den Umfang und das Angebot der Software zur kontrollieren.

Die Lösung war denkbar einfach und dennoch eine echte Innovation: Statt das iPhone zu öffnen und den Softwareherstellern den Vertriebsweg offen zu lassen, schuf Apple einen geschlossenen Marktplatz. In diesem Marktplatz hat nur Apple das Sagen, entscheidet über Kosten und Provision und kann Programme (die sogenannten Apps) aus dem Marktplatz entfernen oder möglicherweise gar nicht erst zulassen.

Den Programmierern wird damit aber auch Arbeit abgenommen: Den kompletten Zahlungsverkehr, die Bereitstellung der Ressourcen und die Vorbereitung zur Programmierung (also auch die Weiterentwicklung der Software-Grundlage) wird vom Branchenprimus übernommen.

AppStore: Ein echter Erfolg

Der AppStore hat sich rasend schnell zu einem der führenden Software-Marktplätze gemausert. Bereits nach kurzer Zeit wurde der 1 milliardste Download vermeldet, Anfang Januar wurden bereits über 10 Milliarden Apps – kostenlose und kostenpflichtige – im Apple-Marktplatz heruntergeladen.

Und dieser Erfolg hat zum Nachahmen motiviert. So bietet etwa Google für sein Betriebssystem Android ebenfalls einen AppStore an, andere Anbieter wie Nokia (für das eigene Smartphone-Betriebssystem) wollen ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben.

Apps auch für Apple-Computer

Das Modell ist für Apple so erfolgreich, dass der AppStore längst nicht mehr ein Marktplatz nur für iPhones ist. Nein, auch die iPads profitieren seit Markteinführung von dem reichhaltigen Produktumfang.

Und neuerdings gibt es einen AppStore auch für ganz normale Apple-Computer (also etwa MacBooks oder iMacs). Auch diese Geräte können in einem besonderen Marktplatz nun mit einem Klick neue Software hinzukaufen. Das Besondere dabei: Im „MacAppStore“ gibt es auch viele Produkte, die vorher nur über CD/DVD und oftmals als Bundle vertrieben wurden. Nur sind diese Produkte im AppStore auch einzeln verfügbar und deutlich günstiger als die Versionen auf CD oder DVD.

Die Nutzer des MacAppStore profitieren also doppelt: Sie zahlen nicht nur weniger für vollkommen legale Software. Nein, sie können diese auch mit nur einem Klick installieren und müssen weder zum Einzelhandel, noch in einen Online-Shop.

Bild: Christian Steen (flickr, Lizenz)

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.