Automatische Backups mit Apple Time Machine

Automatische Backups

Apple hat es schon lange, Microsoft soll es bekommen: Automatische Backups. Wofür man das braucht, welches Voraussetzungen diese Backup-Funktionen haben und ob das wirklich sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Backups: Lästig aber notwendig

Wer schon einmal den Verlust der internen Festplatte und damit auch den Verlust wichtiger Daten durchmachen musste, der weiß wie ärgerlich ein solcher Datenverlust meistens ist: Nicht nur wichtige Dokumente, Zugangsdaten und die Musikdatenbank sind dann weg. Nein, auch das Betriebssystem und alle installierten Programme müssen nach einem Festplattencrash wieder mühsam eingerichtet werden.

Das Anlegen von Backups machen aber nur die Wenigsten und das hat einfache Gründe: Wichtige Dateien immer doppelt abzuspeichern (etwa auf der internen Festplatte und einem externen Datenträger) ist mühsam und zeitraubend, die ganze interne Festplatte regelmäßig zu spiegeln und dann auf eine DVD zu brennen, nicht weniger. Und so lange man keinen Datenverlust zu beklagen hatte, steht man ja auch nicht unter Zugzwang.

Bislang angebotene Dritt-Lösungen waren aber auch nur von Nerds zu bedienen oder kosteten wieder einmal zusätzlich Geld. Für die meisten Endanwender daher auch keine Option.

Automatische Backups

Automatische Backups mit Apple Time Machine

Automatische Backups mit Apple Time Machine

Den Anfang zur Lösung macht Apple mit dem Betriebssystem Mac OS „Leopard“: Plötzlich waren automatische Backups kein Hexenwerk mehr. Das Betriebssystem speichert nach erfolgreicher Einrichtung von „Time Machine“ jede Stunde alle Daten und legt für jeden Tag ein Backup an, die nach und nach zu Monatsbackups zusammengeführt werden. Mit dem Betriebssystem „Lion“ wurde diese Funktion sogar noch erweitert: Programme mit der passenden Unterstützung („Versions“) speichern beim Bearbeiten alle Dokumente automatisch. Ist eine Datei noch nicht abgespeichert, so ist sie trotzdem sicher.

Diesem Trend folgt nun auch Microsoft: Die Softwarehersteller aus Redmond haben ihrem Beitriebssystem Windows 8 nun offenbar eine ähnliche Funktion unter dem Namen „File History“ hinzugefügt. Auch für Windowsanbieter wird das automatische Speichern von Backups nun zum Kinderspiel. Wer also an seiner Abschlussarbeit, einer Dissertation oder dem Erstellen der Steuererklärung ist, kann beruhigt sein: Vorbei sind die Zeiten, in denen Daten einfach verloren gehen konnten.

Denn: Mit dem Anlegen nur eines Backups verringert sich die Gefahr eines Totalausfalls enorm. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass externe Festplatte und interne Festplatte gleichzeitig beschädigt werden ist mehr als gering. Wer dennoch ganz sicher gehen will, sollte ggf. noch einen Clouddienst oder kostenfreie Lösungen wie Dropbox zum Speichern wichtiger Daten verwenden.

Zur Einrichtung automatischer Backups benötigen Sie genau drei Dinge:

  1. Das passende Betriebssystem, also die aktuelle Mac OS Version („Snow Leopard“ oder „Lion“) oder das kommende Windows 8
  2. eine externe Festplatte; Es gibt gute bereits ab 40 Euro beim Elektronik-Einzelhandel
  3. Zwei Minuten Zeit für die Einrichtung

Ist das getan, so „leben“ Sie ein klein wenig sicherer.

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.