Das neue iPad

Das neue iPad

Lange wurde spekuliert: Wie sieht das neue iPad wohl aus, wie wird es heißen? iPad 3? iPad HD? Welches Neuerungen wird es mit sich bringen? Während die Netzgemeinde schon seit Monaten über Details und Veröffentlichungstermine spekulierte, war von Apple – wieder einmal – nichts zu hören. Nun aber ist seit einigen Tagen bekannt: Das „neue iPad“ hat keinen neuen Namen, dafür aber zum Teil tolle neue Funktionen. Ein Überblick.

Neues iPad – Neues Display

Die wohl wichtigste Neuerung des neuen iPads ist das neue Display. Nachdem schon das iPhone 4 das sogenannte Retina-Display bekommen hat, war nun auch das neue iPad dran; Mit einer ungleich höheren Auflösung: Mit einer Auflösung von 2048×1536 Pixeln löst das iPad-Display deutlich höher auf als jeder HD-Fernseher. Ganze 3,1 Millionen Pixel drängen sich so dicht an dicht auf gerade einmal 9,7″ Bildschirm-Oberfläche.

Die Pixel sind so klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennen kann; Keine Kante ist mehr sichtbar, keine Pixelränder stören beim Lesen. Schrift etwa wird so fein, dass man denkt ein Buch zu lesen.

Das neue iPad: Retina-Display (Grafik: Apple)

Das neue iPad: Retina-Display (Grafik: Apple)


Dieses neue Display braucht allerdings so viel Rechenkapazität, dass dem neuen iPad auch gleich ein neuer Prozessor verpasst werden musste. Dieser Vierkern-Prozessor (A5x) arbeitet deutlich schneller, als der Vorgänger-Prozessor des iPad 2. Zwar wird ein Großteil dieser Rechenleistung allein für das Display verwendet, doch auch das iPad selbst wird damit zu einer echten Rakete.

LTE im neuen iPad

Das neue iPad bringt – wie erwartet – zudem „LTE“ mit. LTE steht für „Long Term Evolution“ und beschreibt den neuen Mobilfunkstandard, der bald überall UMTS folgen wird. Apple nennt diesen Mobilfunkstandard daher gern auch 4G. Mit LTE sind – bei entsprechendem Vertrag und optimalem Netzausbau – grundsätzlich Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 72 MBit/s möglich; Das ist 10-mal soviel wie der aktuelle Standard UMTS bei optimalen Netz schafft.

Das Problem nur: LTE ist eine sehr junge Technologie und funktioniert daher in unterschiedlichen Ländern auf unterschiedlichen Frequenzen. Der LTE-Chip, den Apple im neuen iPad verbaut hat, funktioniert aber offenbar nur im US-amerikanischen Mobilfunknetz und ist für Deutschland offenbar nicht geeignet. Das könnte bedeuten: Wer ein neues iPad mit LTE-Standard kauft, wird das in Deutschland gar nicht richtig nutzen können. (Quelle und weitere Informationen: SPIEGEL ONLINE)

Kann LTE nicht genutzt werden, „funkt“ das neue iPad auf dem alten Standard UMTS (bzw. HSDPA) und ist im mobilen Internet damit so schnell wie bereits der Vorgänger, das iPad 2.

Neue Kamera im neuen iPad

Das neue iPad

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Zudem wurde dem neuen iPad eine neue Kamera mit immerhin 5 Megapixeln spendiert. Das ist zwar eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger, dürfte aber nur der geringste Kaufgrund sein. Immerhin ist das iPad nicht als Kamera konzipiert und „echte“ Fotos sind schon wegen der Unhandlichkeit des iPad (als Kamera) schlicht nicht möglich. Für gute Schnappschüsse und einige wacklige HD-Videos reicht die Kamera aber allemal und dürfte dann auch viel Freude machen.

Sonstige Neuerungen

Auch im Inneren des iPad hat sich einiges getan, diese Änderungen dürften aber nur für die wenigsten Nutzer interessant sein. Einzig wichtig: Das iPad ist im Vergleich zum Vorgänger (iPad 2) etwas dicker und schwerer geworden. Das dürfte vor allem am neuen Display des „iPad 3“ und der aufwendigeren Hintergrundbeleuchtung zusammenhängen.

Die Akkulaufzeit gibt Apple – trotz der deutlich besseren Leistungen – weiterhin mit 10 Stunden Betrieb an, das ist ordentlich.

Viele kleine Neuerungen kommen auch über das iOS-Update, das mit dem neuen iPad veröffentlicht wurde. So gibt es jetzt beispielsweise eine automatische Gesichtserkennung bei der Kamera.

Andere Änderungen kommen über verbesserte Apps. So wurde beispielweise das iWork-Paket auf den neuesten Stand gebracht und macht mit dem neuen iPad jetzt noch mehr Spaß.

Preise des neuen iPad

Das neue iPad kostet exakt so viel, wie schon das Vorgängermodell gekostet hat. Apple hat es sich hier wieder einmal nicht nehmen lassen bessere Hardware zum alten Preis zu verkaufen.

Gute Nachrichten für all diejenigen, die auf das bessere Display verzichten können: Das iPad 2 wurde in den Preisen gesenkt und ist ab sofort ab 399 Euro zu haben. Einziges Manko: Das iPad 2 gibt es nur noch mit 16GB Speicher. Wer aber noch mehr Speicher braucht und jetzt ein Schnäppchen schlagen will, der sollte bei großen Onlineshops und Elektronikhändlern nachschauen. Auch die verkaufen das „alte“ iPad 2 schon zu deutlich niedrigeren Preisen, werden aber in Zukunft ihre Lager nicht mehr auffüllen können. Deshalb: Beeilung!

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.