Facebook Places

Facebook – Fluch oder Segen

Facebook ist ein Kuriosum: Kein soziales Netzwerk wird so stark genutzt und gleichzeitig wird um kein soziales Netzwerk so gestritten.
Doch was genau steht hinter all den Anschuldigungen und Warnungen, welchen Mehrwert bringt Facebook und wie sollten Sie als Nutzer mit Facebook umgehen ohne in eine Falle zu tappen?
All das erfahren Sie nun hier!

Vorteile von Facebook

Bestreiten können selbst die größten Kritiker von Facebook eine Tatsache nicht: Facebook hat seine Vorteile und die Nutzung kann sich durchaus rentieren.

Facebook ist (Karriere-)Netzwerk

Wie auch andere „social networks“ ist Facebook – selbstverständlich – ein Netzwerk. Kontakte finden, Kontakte pflegen, Kontakte ausbauen. Diese Attribute sind es, mit denen Facebook wirbt.
Was in der „analogen Welt“ noch viel Zeit und Aufwand kostete, ist dank den sozialen Netzwerken wie Facebook oder auch XING immer einfacher: Mit wenigen Klicks schaffen Sie all das, was früher Telefonanrufe, Besuche und Restauranttermine bedeutete.

Doch ist Facebook längst mehr als das reine Aufrechterhalten von Kontakten. Facebook bietet Ihnen mittlerweile auch echte Vorteile für die Karriere. Denn Personaler gehen immer häufiger auch in sozialen Netzwerken auf Mitarbeitersuche. „Wie ist eine Person vernetzt?“, „Wie stellt sich eine Person in der digitalen Welt dar?“, „Welche Referenzen hat eine Person?“. Das alles sind Fragen auf die Facebook oftmals innerhalb weniger Sekunden eine Antwort weiß.

Facebook ist innovativ

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Facebook ist – unbestreitbar – innovativ. Kaum ein anderes Unternehmen schafft es innerhalb kürzester Zeit so viele sinnvolle Neuerungen einzupflegen, wie Facebook es tut. Nicht umsonst hat das soziale Netzwerk mittlerweile über 500 Millionen Mitglieder weltweit.

So war Facebook das erste soziale Netzwerk, das eine wirklich nutzbare App für das iPhone veröffentlichte.
Und Facebook ist es jetzt auch, das Werbung und Standortinformationen sinnvoll und gewinnbringend miteinander verknüpft.

Nachteile von Facebook

Doch all diese Innovationen und Vorteile bringen – auch das ist unbestreitbar – auch Nachteile für die Nutzer mit sich.

Facebook – Die neue Datenkrake

Facebook weiß alles über seine Mitglieder: Geschlecht, Alter, Vorlieben, Standort (wenn man „Facebook Places“ nutzt), Telefonnummer, manchmal die Kontodaten, den gesamten Freundeskreis.
Doch das ist nicht alles, denn Facebook will noch mehr von seinen Nutzern wissen. Ähnlich wie Google hat es sich auch Facebook mittlerweile zur  Aufgabe gemacht, alle Informationen des Internets zu sammeln und zu verwalten.

Welche Effekte das auf die Nutzer haben wird, ist noch nicht ganz klar.
Doch es erscheint Datenschützern international nicht geeignet, wenn Facebook wirklich bald alles über die Mitglieder wissen wird. Denn niemand weiß, was dann mit diesen Daten gemacht wird. Es wird irgendwie Geld verdient, ja. Denn schon jetzt liefert Facebook Werbung an Mitglieder aus, die perfekt auf die Vorlieben dieser Mitglieder abgestimmt ist. Mit „Facebook Deals“ startet derzeit in den USA die neueste Form dieser extrem personalisierten Werbung.

Facebook. Das „Open-Book“

Dramatisch an dieser Datensammelwut: Die Nutzer wissen nicht, was man über sie im Internet finden kann und Facebook unterstützt das auch noch.
Denn wer die Standard-Privatsphären-Einstellungen von Facebook nicht verändert, über den kann man bei Facebook wirklich alles erfahren.

Und nicht nur das: Auch kann man Einfluss auf die Daten Fremder nehmen. Bei falschen Einstellungen ist so beispielsweise möglich, die „Facebook Places“-Angaben von Freunden zu beeinflussen und so der Welt mitteilen, wo sich eine andere Person befindet. Möglicherweise, ohne dass die andere Person davon weiß.

Facebook 007 – Mit der Lizenz zum Nutzen

Wussten Sie, dass Sie Facebook eine lebenslange, unbeschränkte, unwiderrufliche Lizenz zur Nutzung Ihrer Inhalte und Daten geben? Nein? So ist es aber!
Rein prinzipiell kann Facebook alles mit Ihren Inhalten und Daten machen. Etwa Ihre Fotos für Werbung benutzen oder weiterverkaufen. Oder Ihre eingestellten Artikel anderweitig verwenden.

All das ist Facebook möglich. Dank der komplizierten, langen und nie gelesenen AGB.

Verhaltenstipp: Facebook vorsichtig nutzen

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Wenn Sie Facebook nutzen, sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten, um nicht in auf die sprichwörtliche Nase zu fallen.

  • Geben Sie – wie überall im Internet – nicht zu viel von sich preis.
  • Laden Sie nur so viele Fotos hoch, wie unbedingt notwendig. Bei Partyfotos oder anderen Fotos, die Sie in einer misslichen/peinlichen Lage zeigen, sollten Sie besonders sensibel sein.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Privatsphären-Einstellungen: Wer nicht mit Ihnen befreundet ist, sollte auch nichts von Ihnen wissen.
  • Verzichten Sie auf „Facebook Places“.
  • Machen Sie nicht gleich jede Innovation mit.
  • Seien Sie immer ein wenig skeptisch.
  • Teilen Sie Facebook keine Daten mit, die nicht notwendig sind. Ihre Anschrift etwa hat bei Facebook nichts verloren!

Bild: Anthony Quintano auf flickr, Lizenz

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.