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Facebook – Im Fokus der deutschen Gesellschaft

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Es vergeht kein Tag, an dem Facebook nicht in den Medien auftaucht: Da werden unbeabsichtigt mehr als tausend Partygäste eingeladen, nur weil ein Teenager bei der virtuellen Geburtstags-Einladung unbeabsichtigt eine öffentliche Veranstaltung erstellt und das nur, weil er ein Button falsch bedient wurde. vielleicht aus Versehen den falschen Button gedrückt hat. Aus der Geburtstagsfeier wurde dann ein Massenereignis, bei dem Polizei-Hundertschaften für Recht und Ordnung sorgen mussten.

Ein anderer kommt auf Facebook versehentlich ins Plaudern und verrät der Facebook-Gemeinde und damit der ganzen Welt – , wann man in den wohlverdienten Urlaub aufbricht und wo der Schlüssel für einen eventuellen Notfall liegt. Nach dem Urlaub erleben die Heimkehrer dann mit großem Schrecken, dass das Haus oder die Wohnung ausgeräumt wurde und von Wertsachen nicht mehr viel übrig ist.

Und doch: Wenigstens für einige Unternehmen ist Facebook lukrativ. Wer es schafft, Kunden über Facebook an sich zu binden und durch „location based services“ neue Kunden zu gewinnen, der kann mit Facebook durchaus Geld verdienen. Für Firmen und Geschäftsleute ist das größte soziale Netzwerk der Welt aber ein Paradies, in dem sie sehr effektiv auf Kundenfang gehen können.

Der Hype um Facebook

Fast 750 Millionen Mitglieder weltweit kann das soziale Netzwerk Facebook schon zählen. Allein 20 Millionen Bundesbürger sind bereits heute Mitglied bei Facebook. Und diese Zahl ist noch längst nicht der Endpunkt, täglich melden sich mehrere tausende Deutsche neu bei Facebook an.

Während Facebook in den USA schon leichte Ermüdungserscheinungen zeigt, ist der Hype um das Netzwerk des Mark Zuckerberg in Europa immer noch nicht abgeebbt. Im Gegenteil, jeden Tag finden neue Menschen zu Facebook und werden Teil einer Community, die in ihren Facetten für viele unbegrenzt scheint.

Facebook im Geschäftsalltag

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Unternehmen nutzen Facebook fleißig für eigene Geschäfte: Auf tausenden Seiten können die Nutzer „Gefällt mir!“ klicken und damit signalisieren, dass sie die Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens gut finden. Teilen die Nutzer dann noch ihre Erfahrungen mit dem Unternehmen oder deren Produkte in ihren Freundeskreisen, so scheint Facebook die perfekte Werbeplattform zu sein. Zumal die Unternehmensseiten bei Facebook vollkommen kostenlos angelegt werden, nur echte Werbeanziegen kosten bei Facebook Geld.

Doch der Schein trügt: Die Betreuung der Facebook-Aktivitäten kostet viel Geld. Und immer mehr Unternehmen beschäftigen für diese Aufgabe sogenannte „Social Media Berater“. Sie sollen die Community pflegen und beeinflussen. Das lassen sich große Unternehmen auch viel Geld kosten. Der Haken an der Sache: Welchen Umsatzanteil Facebookfreunde am Gesamtumsatz des Unternehmens wirklich ausmachen, lässt sich (noch?) nicht messen. Bei nicht wenigen Unternehmen dürfte das dort investierte Geld wahrscheinlich rausgeschmissenes sein. Allein die Erkenntnis fehlt.

Die Kehrseite von Facebook

Facebook hat aber bekanntlich auch andere Seiten und die sind nicht ganz ungefährlich. Wer sich im Social Network anmeldet, der sollte zum Einen nicht alles von sich preisgeben und zum Anderen sollte sind virtuelle Freundschaften eine seltsame Form sozialer Beziehungen im heutigen Alltag. Nicht wenige Facebook-Mitglieder haben hunderte Freunde, darunter auch Menschen die sie im wahren Leben noch nie gesehen haben. So wird aus einer virtuellen Freundschaft unter Umständen auch etwas Bedrohliches. Manchmal nimmt diese Jagd nach virtueller Freundschaft aber auch sehr groteske Züge. Etwa dann, wenn Jugendliche psychologisch betreut werden müssen, weil sie die 400-Freunde-Grenze noch nicht geknackt haben.

Facebook und die Sache mit dem Datenschutz

Doch es ist nicht nur problematisch, was Facebook-Mitglieder selbst über sich veröffentlichen. Auch ist problematisch, wie Facebook mit den Daten der Nutzer umgeht. Die Vermutung liegt nahe, dass Facebook über alle Mitglieder genaue Bewegungsprofile und Interessensprofile erstellt und diese für Vermarktungszwecke nutzt. Noch erweitert wird dieses Problem dadurch, dass auf tausenden deutschen Internetseiten die „Gefällt mir!“-Buttons eingebunden werden. Klickt ein Mitglied einen solchen Button, so kann Facebook die Profile der Nutzer noch erweitern. Und das alles geschieht auf US-amerikanischen Servern, auf die die deutschen Behörden keinen Zugriff haben und Einsicht nehmen könnten. Daher diskutieren deutsche Datenschützer derzeit das Verbot des Like-Buttons auf deutschen Internetseiten. Ob das der richtige Weg zu mehr Datenschutz im Internet ist, ist allerdings sehr umstritten. Sollte das Verbot des Like-Buttons tatsächlich kommen, wäre das ein herber Schlag für das soziale Web in Deutschland.

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.