Deutsche Küche

Renaissance der deutschen Küche

Deutsche Küche

Deutsche Küche

Zu schwer, zu üppig und vor allen viel zu fettig – das waren die Vorurteile, mit denen die deutsche Küche sehr lange leben musste. Und noch immer ist es besonders die schwere Küche, die im Ausland bekannt ist: Fragt man US-Amerikaner nach typischem „german food“, so bekommt man häufig „Sauerkraut and Weißworscht!“ zu hören.

Längst aber hat sich die deutsche Küche geändert, gehört längst zur internationalen „haute cuisine“. Vorbei sind die Zeiten, in denen viel Fleisch, fettiges und schweres Essen auf den deutschen Teller kam. Die neue deutsche Küche beeindruckt durch feine Geschmacksnuancen, edle Zutatenauswahl und einige Experimentierfreude.

Traditionelle deutsche Küche

Eisbein mit Sauerkraut, Schweinebraten mit Soße und Knödeln, Schweinehaxen und Bratwurst mit Kartoffelsalat. Was man heute „gut bürgerlich“ nennt, war bis vor einigen Jahren noch auf der Speisekarte ganz verschiedener Restaurants zu finden. Und auch heute sind diese Gerichte nicht ganz aus der deutschen Küche verschwunden. Was man – und das erfreut – auch immer wieder findet, sind Gerichte, die sich wohl niemand zuhause kochen würde:  Lamm im Kräutermantel und feines Filet vom Schwein mit Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen und frischem Salat der Saison sind nur einige der Gerichte, die sich nicht nur Feinschmecker immer häufiger bestellen.

Ganz davon abgesehen findet aber auch die „Molekular Küche“ immer mehr Anhänger. Bei diesen Gerichten kommt es weniger auf die Zutaten, als vielmehr auf den Geschmack und das Erlebnis an: Dort werden Gerichte und Erlebnisse präsentiert, die sich manch einer nicht in seinen Künsten Träumen nicht ausdenken könnte. Die „Molekular Küche“ arbeitet daher mit flüssigem Stickstoff, Alginat und extrahierten Geschmäckern. Von den eigentlichen Zutaten bleibt nicht mehr viel übrig.

Der deutsche Geschmack hat sich geändert

Auch wenn Deutschland immer noch eines der Spitzenländer der Fettleibigkeit seiner Bewohner ist, so bleibt erfreulich festzustellen: Die Deutschen, ihr Geschmack und die deutsche Küche haben sich geändert. Auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, hat für die meisten dabei wahrscheinlich nur den geringsten Einfluss. Je beliebter Salat auch wird, es muss noch andere Gründe liegen.

Einer dieser Einflüsse dürfte sicherlich an anderen Kulturen liegen: Auch der Deutsche hat Lust auf exotische Geschmäcker und ist begeistert, welche kulinarischen Erfreulichkeiten die Nachbarländer liefern. Diese Einflüsse finden sich auch verstärkt in der deutschen Küche wieder. Es muss etwa nicht immer Schweinefleisch sein, Lamm schmeckt auch sehr gut und auch Kartoffeln sind nicht mehr länger das Nonplusultra, Nudeln und Reis haben auch ihre Vorzüge. Und wenn man doch auf Schwein und Kartoffeln besteht, so lässt sich daraus mehr als „Schnitzel Wiener Art“ und Kartoffelsalat zaubern.

Genauso sieht es auch beim Gemüse aus: Das muss nicht immer ganz zuende gegart werden, sondern schmeckt blanchiert auch wunderbar. Was Chinesen etwa schon lange mit Wok und Dampfgarer praktizieren, setzt sich langsam auch in deutschen Küchen und Restaurants durch.

Traditionelle deutsche Küche auf eine neue Weise

Wer sich mit exotischen Gewürzen gar nciht anfreuden wird können, der kann auch weiter auf klassisch deutsche Küche vertrauen, Deutschland hat eine Menge kulinarischer Freuden zu bieten. Die wichtigste Erkenntnis ist aber wohl, dass auch die deutsche Küche mal experimentieren darf und Schweinebraten und Kohlrouladen, Weißwürste und Sauerkraut nicht das einzige bleibt, an das sich ausländische Besucher erinnern.

Essen macht wieder Spaß mit der neuen gesunden deutschen Küche.

Bild: monkeybusiness, Photodune

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.