Kontoführungsgebühren

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Kontoführungsgebühren – Das sind die Gebühren, die eine Bank für die Administration eines Girokontos und vergleichbarer Finanzprodukte vom Kunden verlangt. Berechtigt sind diese Gebühren nur zum Teil und unterscheiden sich von Bank zu Bank doch sehr stark. Die gute Nachricht für Bankkunden lautet allerdings: Diese Kontoführungsgebühren kann man auch sparen.

Wie hoch sind Kontoführungsgebühren?

Die Höhe der Gebühr, die eine Bank jährlich oder monatlich vom Kunden verlangt sind sehr unterschiedlich.Wird bei der einen Bank nur eine Pauschale für die Nutzung einer „Maestro“-Card (die klassische Bankkarte) fällig und bewegt sich somit im Bereich unter 10 Euro, verlangen andere Banken Jahresgebühren, die sich gewaschen haben; Manchmal werden Gebühren im dreistelligen Bereich pro Jahr fällig. Nur dafür, dass man die Funktionen eines Girokontos (also Überweisungen tätigen, Online-Banking nutzen oder Geld abheben) nutzen kann.

Warum gibt es Kontoführungsgebühren?

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren

Die Banken begründen die Existenz von Kontoführungsgebühren oftmals mit dem hohen administrativen Aufwand, der für das Führen eines Kontos anfällt. Zum Teil stimmt das auch: Konten müssen verwaltet werden, Bankberater stehen am Schalter oder am Telefon für die persönliche Beratung bereit und Notfall-Hotlines können Bankkunden auch zu später Stunde helfen.

Was die Banken bei ihrer Kalkulation und Begründung jedoch häufig vergessen oder verschweigen: Sie verdienen mit dem Geld ihrer Kunden gutes Geld. Denn jeder Cent, den ein Kunde auf seinem Girokonto hält, kann die Bank selbst für Finanzgeschäfte einsetzen und an den Finanzmärkten damit selbst Zinsgewinne erwirtschaften. Hinzukommt: Überzieht ein Kunde sein Guthaben, verlangen die meisten Banken für die Gewährung eines Dispositionskredits enorm hohe Zinsen. Nicht selten liegen die Zinsen für Dispositionskredite bei fast 20%!

Verlangt eine Bank also Kontoführungsgebühren, verdient sie – wenn man so will – gleich dreifach: Mit den Kontoführungsgebühren, mit den durch das Guthaben der Kunden an den Finanzmärkten erwirtschaftete Geld und mit den Zinsen für Dispositionskredite. Oftmals sind diese Gewinne der Banken so hoch, dass Verwaltung und Administration längst bezahlt sind und die Banken hohe Gewinne einfahren. Die Rechtfertigung für Kontoführungsgebühren ist also nur die halbe Wahrheit.

Kostenfreie Girokonten

Es gibt aber Licht am Ende des Tunnels: Immer mehr Banken gehen dazu über, ihren Kunden ein kostenloses Girokonto anzubieten.

Was einmal „USP“ (also ein besonderes Verkaufsmerkmal) der Direktbanken war (die dank Kundenbetreuung ausschließlich über Internet und Telefon einen wesentlich kleineren Verwaltungsapparat haben), das machen sich auch immer mehr kleine und örtliche Banken zu Eigen: Den Verzicht auf hohe Kontoführungsgebühren.

Mal wird das durch spezielle Kontotypen erreicht. Da gibt es manchmal ein Girokonto, bei dem Überweisungen ausschließlich online erfolgen können, mal können nur Studenten von einem gebührenfreien Girokonto profitieren, manchmal sind auch die Zinsen noch niedriger als sonst. Immer häufiger sind jedoch auch die „ganz normalen“ Girokonten vollkommen gebührenfrei; Und das bei vollem Service.

Ausgenommen von der Gebührenfreiheit beim Girokonto sind aber häufig spezielle Vertragstypen. So gibt es ein Girokonto für Selbstständige fast nie gebührenfrei (denn ein solches Konto wird ja als Geschäftskonto genutzt), für Geschäftskonten gilt das Gleiche und bei einem P-Konto sind häufig horrende Gebühren fällig, die sich nur selten umgehen lassen.

Girokonto vergleichen

Wer sich nicht länger mit hohen Kontoführungsgebühren bei seiner Bank herumärgern will, der sollte seinem Berater die Pistole auf die Brust setzen und die Gebührenfreiheit einfordern. Lässt sich die Bank darauf nicht ein, sollten Sie einen Bankwechsel in Erwägung ziehen.

Bei der Suche nach einem gebührenfreien Girokonto hilft dann das Internet: In speziellen Vergleichen werden verschiede Konten verschiedener Banken jeweils mit Zinssatz und Kosten pro Jahr aufgelistet, damit Sie ein passendes Konto und die passende Bank auswählen können. Aber Achtung: Solche Vergleiche sind oftmals nicht vollständig und umfassend. Sie sollten daher – um das günstigste und beste Konto zu finden – ruhig mehrere Vergleiche nutzen, bevor Sie sich für eine Bank entscheiden!

Bildnachweis: cheyennezj, Photodune

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.