Pfändungsschutzkonto

Pfändungsschutzkonto – Mehr Sicherheit für Schuldner



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Pfändungsschutzkonto

Pfändungsschutzkonto

Wer einmal in eine finanzielle Schieflage geraten ist und Schulden angehäuft hat, der ist vor Pfändungen nicht sicher. Pfändungen sind eine sehr unangenehme Sache.

Etwa dann, wenn vom Konto zum Beispiel das Gehalt gepfändet wird. Für manche Menschen kann das bedeuten, dass ihnen die Existenzgrundlage entzogen wird. Mit einem Pfändungsschutzkonto aber können sich Schuldner schützen.

Was ist ein Pfändungsschutzkonto?

Seit Juli 2010 haben alle Verbraucher, ob Schuldner oder nicht, die Möglichkeit ein Pfändungsschutzkonto (ein sogenanntes P-Konto) einzurichten. Mit diesem besonderen Konto soll verhindert werden, dass zum Beispiel geschiedene Männer, die ihren Unterhaltspflichten aus Geldmangel nicht mehr nachkommen können, nicht mehr bis unter die Existenzgrenze gepfändet werden können. Aber auch Menschen, die durch eine Bürgschaft oder bei Mietschulden nicht mehr in der Lage sind, ihre Schulden zu begleichen, können mit der Hilfe eines Pfändungsschutzkontos verhindern, dass ihnen von ihrem Geld nichts mehr übrig bleibt.

Die Bundesregierung hat deshalb gesetzlich festgelegt, dass ein Girokonto nur noch bis zu einer bestimmten Summe gepfändet werden kann. Über diese Summe hinausgehende Schulden können dann nicht mehr gepfändet werden. So soll verhindert werden, dass bereits angehäufte Schulden durch eine Pfändung nicht zusätzlich noch schmerzlicher und existenzbedrohend werden.

Pfändungsschutzkonto einrichten

Pfändungsschutzkonto

Pfändungsschutzkonto

Besitzen Sie bereits ein normales Girokonto, so können Sie dieses ohne großen Aufwand und ohne Probleme in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Dazu müssen Sie nur bei Ihrer Bank den entsprechenden Antrag stellen.

Möchten Sie jedoch ein neues Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse eröffnen, so können Sie dieses nicht gleich von Beginn an in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Die Umwandlung eines normalen Girokontos in ein Pfändungsschutzkonto funktioniert nur dann, wenn Ihr Girokonto schon seit einiger Zeit besteht. Auch bei Gemeinschaftskonten –  etwa bei gemeinsam genutzen Konten bei Ehepaaren – kann ein Pfändungsschutzkonto nicht genutzt werden.

Maximale Pfändungsgrenze bei einem Pfändungsschutzkonto

Bei einem P-Konto verbleibt immer ein Restguthaben von mindestens 985,15 Euro auf dem Konto. Schulden können also nur soweit gepfändet werden, dass mindestens der Betrag von knapp 985,- EUR auf dem Konto verbleibt. Diese Grenze ist monatlich, kann also vom Gläubiger jeden Monat auf’s Neue wieder ausgereizt werden. So bleibt sichergestellt, dass – unabhängig von der Schuldenssumme – dem Schuldner im Monat mindestens 985,- EUR zum Leben verbleiben. In einzelnen Ausnahmefällen kann der Betrag, der vor der Pfändung sicher ist, auch höher sein. Denn: Bei Familen etwa ist ein Restguthaben von knapp 1.000 Euro im Monat nicht ausreichend, um die alltäglichen Ausgaben wie Miete, Lebensmittel und Strom oder Gas zu zahlen. Bei der Frage der Pfändungsgrenze ist in solchen Fällen immer die persönliche Situation des Schuldners zu beachten.

Wie teuer ist ein Pfändungsschutzkonto?

Die Gebühren für ein Pfändungsschutzkonto („P-Konto“) entsprechen denen eines normalen Girokontos. Führt man ein kostenloses Girokonto – etwa bei einer Direktbank – können Zusatzgebühren anfallen. Informieren Sie sich daher am besten direkt bei Ihrer Bank, welche Gebühren auf Sie zukommen, wenn Sie ein solches Pfändungsschutzkonto einrichten wollen. Ein Preisvergleich macht dann aber keinen Sinn: Ein Pfändungsschutzkonto ist nur bei seit längerer Zeit bestehenden Konten, mit regelmäßigem Zahlungseingang möglich.

Bildnachweis: Public Photo

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.