Gefälschte Medikamente

Gefälschte Medikamente – Extrem gefährlich

Gefälschte Medikamente

Gefälschte Medikamente

Werbung für „Cialis“, „Levitra“ oder „Viagra“. Das landet tagtäglich in deutschen Spamfächern. Doch worum es in Wirklichkeit geht: Gefälschte Medikamente. Und die sind extrem gefährlich.

Zu den gefälschten Medikamenten zählen vor allem sogenannte „Lifestyle-Medikamente“, also Potenzmittel, Appetitzügler oder Haarwuchsmittel. Doch auch Medikamente gegen Krebs oder aber vermeintliche Wundermittel gegen schwere Erkrankungen wie HIV gehören zum lukrativen Produktangebot der Arzneimittelfälscher. So ermittelte etwa das Pharmazieunternehmen „Pfizer“ in einer eigenen Studie, dass Medikamentenfälscher beim Verkauf eines Kilos gefälschter „Viagra“-Tabletten einen etwa hundertmal höheren Gewinn als beim Verkauf eines Kilos Heroin erzielen können; Mit den Fälschungen machen die Fälscher allein in Europa – nach Schätzungen von „Pfizer“ – einen jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Euro.

Wirkstoffe in gefälschten Medikamenten

Dieser Umstand wird umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass sich Verbraucher mit gefälschten Medikamenten echten körperlichen Gefahren aussetzen und auf die Wirksamkeit eines Präparats nicht mehr vertrauen können.

Denn oftmals wird bei gefälschten Medikamenten eine vollkommen falsche Dosierung des Wirkstoffs vorgenommen. Das nur vermeintlich echte Medikament hat dann nicht mehr die erwünschte Wirkung oder weist eine Reihe von gefährlichen Nebenwirkungen auf.

Erschreckend ist aber auch, dass die Arzneimittelfälschungen manchmal auch gar keine Wirkstoffe, dafür aber gefährliche Gifte enthalten. So wurden etwa schon Fälschungen aufgegriffen, die aus Farbe und Bodenreiniger bestanden oder aber welche, die die Droge „Speed“ enthielten.

Zoll bekämpft Arzneimittelfälschungen

Zoll und Polizei bekämpfen Arzneimittelfälscher daher mit aller Härte des Gesetzes. Diesen Kampf für mehr Verbrauchersicherheit führen sie dabei ziemlich erfolgreich. So werden etwa Monat für Monat tausende illegal eingeführter Medikamente und Fälschungen allein am Frankfurter Flughafen und dem dort befindlichen Postzentrum aufgegriffen und sichergestellt.

In einer gemeinsamen Aktion konnten europäische und internationale Polizei und Zollbehörden zudem im Frühjahr 2011 binnen weniger Wochen mehrere Millionen Tabletten sicherstellen und mehrere tausend „Internet-Apotheken“ schließen.

Wie schützt man sich vor gefälschten Medikamenten?

Um sicher zu gehen, dass Sie nicht auf eine Fälschung hereinfallen, sollten Sie rezeptpflichtige Arzneimittel niemals im Internet kaufen. Gleiches gilt für Lifestyle-Medikamente.

Sollten Sie auch rezeptfreie Medikamente im Internet einkaufen, so überzeugen Sie sich vorab über die Zuverlässigkeit der Internet-Apotheke. Dazu gehört ein Blick ins Impressum (denn hinter jeder deutschen Internet-Apotheke steckt auch ein echter Apotheker), aber auch Bewertungen im Internet können eine gute Hilfe sein. Bei solchen Internet-Apotheken können Sie auch auf seriösem Wege bezahlen und den Apotheker bei Fragen jederzeit telefonisch erreichen.

Bildnachweis: kubator, Photodune

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.