Joseph Kony - Kony 2012 (Quelle: Video Kony 2012, Invisbile Children)

Kony 2012

Joseph Kony - Kony 2012 (Quelle: Video "Kony 2012", Invisbile Children)

Joseph Kony - Kony 2012 (Quelle: Video "Kony 2012", Invisbile Children)

Kony 2012 – Das liest man derzeit überall bei Facebook und in anderen sozialen Netzwerken, das YouTube-Video wird ständig gepostet. Aber was hat es mit Kony und der „Kony 2012“-Kampagne überhaupt auf sich. Handelt es sich dabei um Facebook-Spam und gibt es einen wichtigen Grund hinter diesem Web-Phänomen?

Was ist Kony 2012?

„Kony 2012“ ist eine virale Kampagne der Organisation „Invisible Children“, mit der der als Kriegsverbrecher gesuchte ugandische General Joseph Kony gefunden werden soll. Das Video soll dazu beitragen, dass der ugandische Kriegsverbrecher endlich verhaftet werden kann, damit man ihm vor dem internationalen Strafgerichtshof den Prozess machen kann und er für auf seinen Befehl hundertfachen Tod endlich zur Rechenschaft gezogen wird.

„Kony 2012“ ist somit alles andere als ein Facebook-Virus oder ein Abzocke-Versuch. Hinter „Kony 2012“ steht eine virale Kampagne in verschiedenen sozialen Netzwerken, an der sich bereits Millionen von Menschen beteiligt haben. Das Video wird beispielsweise nicht nur auf Facebook geteilt. Auch auf YouTube oder Vimeo ist es zu sehen und hat dort bereits mehr als 75 Millionen Mal angeschaut.

Wer ist Joseph Kony

Joseph Kony ist General der „Lord’s Resistance Army“ (LRA), einer Rebellengruppe, die der ugandischen Regierung den Kampf angesagt hat. Die „LRA“ wird im Zusammenhang mit dem ugandischen Bürgerkrieg für die Versklavung von mehr als 60.000 Kindern (Kindersoldaten) und die Vertreibung von über 2 Millionen Menschen verantwortlich gemacht.

Als Anführer der „LRA“ wurde am internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein Verfahren gegen Joseph Kony eingeleitet, in dem Kony unter anderem für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich gemacht wird. Joseph Kony ist derzeit meistgesuchter Kriegsverbrecher überhaupt.

Kritik an „Kony 2012“

Doch nicht alle sind glücklich mit der Viralkampagne „Kony 2012“. So gibt es bereits jetzt – neben dem Hauptvideo – viele hundert weitere Videos auf YouTube, die sich kritisch mit „Kony 2012“ auseinandersetzen. In Foren und sozialen Netzwerken hagelt es zudem Kritik an der Kampagne. Hauptvorwurf: Fehlende Sachlichkeit. Zu emotional sei das Video, wiederholen sich Kritiker immer wieder. Und auch an der ausführenden Organisation „Invisible Children“ selbst erhitzen sich die Gemüter. Die wirtschafte mehr für sich selbst, als für die Bevölkerung in Uganda, liest man immer wieder.

So viel Kritik es an dem Video und der Kampagne „Kony 2012“ auch geben mag, so ist doch eines sicher: Der Kriegsverbrecher Joseph Kony ist nun weltweit, bei vielen hundert Millionen Menschen bekannt. Das hilft vielleicht bei seiner Ergreifung.

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.