Richtiges Zitieren

Plagiate vermeiden – Wissenschaftliches Zitieren

Richtiges Zitieren

Richtiges Zitieren

Nicht nur Filme oder Musik sind urheberrechtlich geschützt. Nein, auch Texte sind es: Jeder Verfasser eines Artikels, eines Buches oder eines Textes hat auf diesen Text ein Leben lang – zumindest in Deutschland – Urheberrechte. Wer dann aus diesen urheberrechtlichen Texten kopiert, sie zitiert oder sie als Arbeitsgrundlage verwendet, muss das wiederum in eigenen Arbeiten kenntlich machen.

Diese Verpflichtung wird häufig leider nicht so ernst genommen. Gerade im wissenschaftlichen Bereich kann ein falsches Zitieren oder fehlende Kennzeichnungen von verwendeten Artikels aber gravierende Folgen haben. Jüngstes und prominentestes Beispiel hierbei ist wohl die „Causa Guttenberg“: Der Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg hatte nachweislich mehrere hundert Seiten seiner Doktorarbeit plump kopiert oder nicht ausreichend gekennzeichnet. Als Folge dieser Nachlässigkeit wurde ihm darauf hin sein Doktortitel wieder aberkannt.

Auch Studenten kennen dieses Leid: Ein falsches Zitieren oder das Kopieren ganzer Textstellen kann schnell eine Exmatrikulierung oder das Nicht-Bestehen einer Abschlussprüfung zur Folge haben.

Das richtige Zitieren und Kenntlichmachen von Vorlagen ist daher das A und O einer jeden wissenschaftlichen Arbeit.

Echte Zitate kennzeichnen

Echte Zitate sind zu kennzeichnen. Eine solche Kennzeichnung erfolgt immer in Anführungszeichen, also so, als würde man wörtliche Rede wiedergeben. Und dieses Zitat ist dann in den Fußnoten ausreichend zu kennzeichnen: Titel des Aufsatzes, Autor, Erscheinungsort und Jahr sind dabei immer anzugeben.

Was Viele häufig vergessen: Zitiert man wortwörtlich, so darf man dieses Zitat dann auch nicht verändern. Man muss daher Rechtschreib- und Grammatikfehler so stehen lassen, Formulierungen müssen bestehenbleiben. Lässt man Textpassagen aus, so sind diese Auslassungen durch eckige Klammern zu verdeutlichen.

Anlehnungen verdeutlichen

Kopiert man sinngemäß von einem anderen Autoren, so darf man dies niemals als eigene Schaffenskraft darstellen und muss dementsprechend auch hierbei auf den Originalautoren verweisen.

Wie auch beim wörtlichen Zitat gilt, dass die eigentliche Aussage des zitierten Autors dabei nicht sinnentstellend oder abgeändert dargestellt werden darf.

Fußnoten überprüfen

Den Abschluss einer jeden wissenschaftlichen Arbeit stellt das Überprüfen aller Fußnoten dar. Hierbei muss insbesondere der Frage nachgegangen werden, ob alle Autoren ausreichend gewürdigt wurden und eine klare Abgrenzung zwischen eigenen Ideen und übernommenen Thesen stattgefunden hat. Kann man das im Nachhinein nicht mehr abschließend feststellen, so müssen solche Teile einer Arbeit noch einmal neu verfasst werden.

Sauberes wissenschaftliches Arbeiten bedeutet eben auch, dass man nicht den Überblick über zugrundeliegende Quellen verliert.

Bild: John Norton (flickr, Lizenz)

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.