Albinismus

Albinismus in der Natur

Albinismus ist ein Phänomen, das in allen Bereichen unserer Welt vorkommt. Nicht nur Menschen kann der Albinismus treffen, auch bei Tieren und Pflanzen sind ähnliche Krankheiten bekannt und können beobachtet werden.

Was ist Albinismus

Albinismus entsteht durch eine Genmutation. Durch diese genetische Veränderung kommt es im Körper des Erkrankten zu einer Fehlfunktion bei der Produktion von Farbpigmenten (Melanin). Werden diese Farbpigmente nicht in ausreichender Zahl hergestellt, so verfärben sich Haut, Haare und Augen nicht in ausreichender Form und bleiben im Extremfall hellweiß.

Die Wahrscheinlichkeit, an Albinismus zu erkranken ist in Mitteleuropa etwa 1:20.000 und mit 1:10.000 in Afrika etwas höher. An Albinismus erkrankten Menschen haben häufig schneeweißes Haar und eine extrem weiße Haut. Bei vollständigem Albinismus sind zudem die Augen rot. Doch nicht nur unter fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz (gerade in Afrika) leiden Erkrankte. Sie müssen häufig auch mit Sehstörungen kämpfen und erkranken zudem häufiger – durch einen fehlenden natürlichen Sonnenschutz der Haut – an Hautkrebs.

Albinismus im Tierreich

Albinismus

Albinismus

Auch im Tierreich ist Albinismus eine bekannte Krankheit, die durch ganz ähnliche Faktoren wie beim Menschen ausgelöst wird. Beispiele für Albinos in der Natur kann man mit etwas Glück immer wieder beobachten.

Albinismus im Tierreich gibt es quer durch alle Gattungen und nicht nur künstlich erzeugte Laborratten haben dann ein vollkommen weißes Haar. So kann man in freier Natur und in Tierparks auch immer wieder schneeweiße Hirsche,  hellweiße Frösche und Kröten oder weiße Amseln beobachten.

Doch spricht man von Albinismus bei Tieren nicht nur, wenn die erkrankten Tiere ein weißes Fell- oder Federkleid haben. So ist auch eine ungewöhnliche Farbabweichung dann dem Albinismus zuzuordnen, wenn sie einer vergleichbaren genetischen Störung entspricht. So sind vom Albinismus betroffene Wellensittiche nicht immer weiß, sondern manchmal auch komplett gelb: Hier fehlt dann ein anderer Farbstoff und auch das wird durch die typische genetische Veränderung ausgelöst.

Albinismus bei Pflanzen: Weißlinge

Auch bei Pflanzen gibt es ein dem Albinismus artverwandtes Phänomen. Durch eine genetische Änderung in der Pflanze wird dann kein Chlorophyll hergestellt, die Blätter und Früchte der Pflanzen bleiben komplett weiß und sind nicht grün oder andersfarbig. So kommen dann beispielsweise weiße Himbeeren vor oder Bäume haben weiße Blätter. Überlebensfähig sind die Pflanzen mit dieser Störung aber nicht, benötigen sie das Chlorophyll doch zur Herstellung von Zucker.

Bei Pflanzen, die kein Chlorophyll herstellen können spricht man allerdings nicht von Albinismus. Der korrekt Ausdruck in diesem Zusammenhang ist dann Weißling.

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.