Maulwürfe vertreiben

Maulwürfe vertreiben

Wenn Sie einen großen Garten haben, dann kennen auch Sie sicherlich das Problem mit den Maulwürfen. Sie graben Ihren Garten regelrecht um, hinterlassen große Erdhaufen und hinterlassen ein Trümmerfeld, wenn Sie diesen eigentlichen Nützlingen keinen Einhalt gebieten. Um Maulwürfe vertreiben zu können, reichen bereits wenige Tricks.

Maulwürfe vertreiben

Um Maulwürfe vertreiben zu können, ist es hilfreich, sich erst einmal näher mit ihnen auseinander zu setzen und ihre Physiologie kennen zu lernen.

Blind, aber Geruchsmeister

Maulwürfe vertreiben

Maulwürfe vertreiben

Maulwürfe sind – weil sie tagein, tagaus unter der Erde leben, komplett blind. Zwar haben Sie Augen, diese verraten den Maulwürfen aber nur etwas über die Lichtsituation. Gegenstände wahrnehmen können Maulwürfe hingegen nicht. Um diesen Nachteil auszugleichen, sind die anderen Sinne der Tiere dafür umso schärfer: Maulwürfe können extrem gut riechen und haben zudem ein ausgesprochen ausgefeiltes Gehör, mit dem sie bereits geringste Vibrationen erkennen. Diese Sinne sollten Sie nutzen, um die Maulwürfe vertreiben zu können.

Maulwürfe vertreiben: Unangenehme Gerüche

Um Maulwürfe wirkungsvoll aus dem Garten zu vertreiben, können Sie daher mit Gerüchen arbeiten. Heringsköpfe beispielsweise riechen für Maulwürfe genauso unangenehmen, wie für uns Menschen. Durch den üblen Fischgeruch lassen sich die Tiere daher durchaus vertreiben. Nachteil: Andere Tiere werden von diesem Gestank regelrecht angezogen. Um das zu verhindern, können Sie auch mit anderen Gerüchen arbeiten.

Auch Mittel die Zitrusöle enthalten, Jauche oder Knoblauch können die kleinen Gartenbewohner in die Knie zwingen. Im Fachmarkt können Sie spezielle Lavasteine kaufen, die mit den entsprechenden Gerüchen angereichert wurden. Diese Steine müssen Sie nur 20 cm in den Boden stecken. Dort entfalten sie dann ihren Geruch und mit etwas Glück räumen die Maulwürfe das Feld. Genauso effizient und dafür umso günstiger ist es jedoch, mit Duftölen (die etherische Öle und Zitrusöle enthalten) beträufelte Lappen und die Maulwurfshügel und Gänge zu stecken.

Ein weiteres überaus wirksames Mittel gegen Maulwürfe ist Seifenlauge. Mischen Sie einfach ein wenig Seifenlauge an und schütten Sie es in den Maulwurfhügel. Wahlweise empfiehlt sich auch ein Gemisch aus Buttermilch und Molke.

Maulwürfe vertreiben: Geräusche

Wirken diese Mittel nicht, so sollten Sie den Maulwürfen mit Geräuschen den Kamp ansagen.

Stecken Sie beispielsweise eine leere Flasche mit der Öffnung nach oben in den Maulwurfhügel. Durch den Wind wird ein Geräusch erzeugt, das für die Maulwürfe alles andere als angenehm ist.

Im Fachhandel kann man auch die sogenannten Maulwurfschrecken kaufen, diese Geräte funktionieren durch Vibrationsimpulse. Das Gerät wird mit Batterien betrieben und sendet im Abstand von wenigen Sekunden einen Impuls in den Boden aus, der das Tier erschreckt und flüchten lässt. Da diese Geräte in der Regel aber nicht billig sind, sollte man es erst einmal mit den anderen Möglichkeiten versuchen. Sollte keines davon Wirkung zeigen, dann kann man immer noch auf die Impulsvariante zurückgreifen, um die kleinen Gartenbewohner ein für alle Mal loszuwerden.

Maulwürfe fangen

Maulwürfe vertreiben

Maulwürfe vertreiben

Helfen all die Mittel nicht, so können Sie die Maulwürfe auch fangen. Graben Sie dazu zwischen zwei Maulwurfshügeln ein Loch, in das Sie einen Eimer stellen. Läuft der Maulwurf dann durch seinen Gang, fällt er in den Eimer und kann sich aus dieser Situation nicht befreien. Damit der Maulwurf die Falle nicht bemerkt, decken Sie das gegrabene Loch unbedingt mit einer Holzplatte ab, die den Schacht lichtdicht verschließt.

Damit der Maulwurf nicht verendet, sollte die Falle mindestens einmal täglich kontrolliert werden. Auch können Sie Regenwürmer in den Eimer geben, damit der Maulwurf ausreichend Nahrung hat.

Den gefangenen Maulwurf sollten Sie keinesfalls töten! Das ist nicht nur verboten, sondern schadet auch der Natur: Maulwürfe sind für gesunde Böden enorm wichtig, lockern Sie doch den Boden auf und fressen verschiedene Schädlinge. Ist ein Maulwurf also in Ihre Falle getappt, so lassen sie ihn in gebührendem Abstand zu Wohngebieten im freien Feld frei.

Bildnachweis: alisbalb, Photodune

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.