Grüner Ökostrom kommt z.B. aus Windkraftanlagen

Mit Ökostrom die Energiewende in den eigenen vier Wänden

Grüner Ökostrom kommt z.B. aus Windkraftanlagen

Grüner Ökostrom kommt z.B. aus Windkraftanlagen

Strom ist nicht gleich Strom: Er kommt zwar immer aus der Steckdose und angeschlossene Lampen leuchten immer gleich hell und alle Verbraucher – etwa Fernsehgeräte oder Computer – arbeiten wie gewohnt. Worauf es jedoch ankommt: Auf die Herstellung des Stroms.

Fukushima hat das Bewusstsein Vieler geschärft: Strom ist eben nicht gleich Strom, es macht sehr wohl einen Unterscheid, ob dieser aus erneuerbaren Quellen kommt oder mit fossilen Energieressourcen und dem Spalten von Atomen hergestellt wird. Es ist vielen Verbrauchern längst nicht mehr egal, woher sie ihren Strom beziehen. Und auch nicht, wie dieser erzeugt wird und wie sich die Erzeugung auf das Klima und die Natur auswirkt.

Durch Strom-Anbieter-Wechsel zur Energiewende beitragen

Natürlich muss sich nun nicht jeder Haushalt ein Windrad in den Garten stellen, aber an der Energiewende kann trotzdem aktiv mitgewirkt werden. Möglich wird es durch einen Ökostromanbieter. Wer nämlich nicht mehr Atomstrom, sondern Ökostrom bezieht, der macht einen wichtigen Schritt in Richtung Energiewende. Ökostrom, auch als grüner Strom bezeichnet, ist elektrische Energie, gewonnen aus erneuerbaren Energieuellen. Hierzu gehören Biomasse, Wasser, Wind, Sonne und Erdwärme. Diese Energie wird also umweltverträglich erzeugt.

Problematisch beim Ökostrom ist allerdings, dass dieser nicht in Unmengen erzeugt, gespeichert und dann in Dosen an die Kunden verkauft werden kann. Es sind Windkrafträder und Fotovoltaikanlagen notwendig, mit denen die Energie zum Verbraucher gebracht wird. Es gibt für den grünen Strom kein eigenes Leitungsnetz, sondern wird in das Stromnetz eingespeist, durch das auch der Strom aus den fossilen Brennstoffen oder die Atomkraft fließt. Dadurch entsteht ein Strommix. Dieser bestand im Jahr 2010 aus 16,5 Prozent Ökostrom, der beim Verbraucher angekommen ist. Nun werden sich sicherlich einige Endverbraucher fragen, wie dieser Anteil erhöht werden kann, damit immer mehr grüner Strom durch die Leitungen fließt und somit die Umwelt und Natur weniger belastet werden. Ganz einfach: Je mehr Verbraucher sich für Ökostrom entscheiden, umso mehr fließt dieser auch durch das öffentliche Stromnetz. Die Anteile an Atom- und Kohlestrom werden dadurch verringert.

Ökostrom kann nicht gespeichert werden

Ein weiteres Problem aber liegt darin, dass die Anbieter den Strom aus ausländischen Kraftwerken, wie beispielsweise skandinavischen Wasserkraftanlagen, beziehen und dem Kunden verkaufen. Der deutsche Strommix wird dadurch nicht beeinflusst. Wer sicher sein möchte, dass er wirklich Strom bezieht, der umweltfreundlich ist, der sollte nach dem „Grüner Strom Label“ oder dem „OK power Label“ schauen. Diese sagen nämlich etwas über die Qualität des Stroms bezüglich Ressourcen-, Klima und Umweltschutz aus und versichern, dass man ausschließlich Ökostrom bezieht und auch Leistungsspitzen nicht durch Atomstrom erzeugt werden.

Bild: skyseeker (flickr, Lizenz)

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.