Pelletsheizung

Pelletsheizung – Eine echte Alternative

Öl- und Gaspreise steigen ins Unermässliche, bei Holz sind die Preissteigerungen noch erträglich. Für viele Häuslebauer kann daher eine Pelletsheizung eine echte Alternative sein: Durch das Verbrennen von Holz ist man von den Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen befreit, erzielt dennoch sehr gute Wärmegrade und tut – durch das Nutzen nachwachsender Rohstoffe – auch noch der Umwelt einen Dienst.

Funktionsweise der Pelletsheizung

Pelletsheizung

Pelletsheizung

Bei einer Pelletsheizung werden kleine Stückchen gepressten Holzes verbrannt. Diese Pellets werden oftmals aus Abfällen der holzverarbeitenden Industrie hergestellt und bestehen zu fast 100% aus reinem Holz. Aus einem großen Tank – ähnlich wie bei einer Erdölheizung – werden die Pellets über eine Förderschnecke in den Brenner der Heizung transportiert und dort bei relativ effizient verbrannt. Wie auch bei jeder anderen Heizung wird die Menge des „Treibstoffes“ nach aktuellen Anforderungen geregelt: Sind keine Heizkörper in Benutzung, wird nur wenig Holz verbrannt, um die Warmwasserproduktion zu gewährleisten. Sind alle Heizkörper in Benutzung – vor allem im Winter – wird umso mehr Holz verbrannt.

Kosten einer Pelletsheizung

Eine Pelletsheizung ist in der Anschaffung etwas teurer als eine Ölheizung mit vergleichbaren Brennwerten. Dafür ist sie im Verbrauch später deutlich preiswerter: 1 Tonne Holzpellets kostet derzeit etwa 240 Euro. Eine kWh Energie kostet somit etwa 4,8 Cent. Zum Vergleich: Beim Betrieb einer Ölheizung wird bei der selben Energiemenge fast der doppelte Preis – nämlich über 8 Cent – fällig.

Großer Vorteil der Pelletsheizung: Fossile Brennstoffe werden stetig teurer und das teilweise mit zweistelligen Prozentbeträgen. Zwar steigt auch der Holzpreis seit einigen Jahren stetig, hier sind die Preissteigerungen aber deutlich geringer. So ist der Preis für eine Tonne Holzpellets von November 2010 auf November 2011 gerade einmal um etwas mehr als 1,5% gestiegen. Öl und Gas haben hierbei deutlich beträchtlichere Steigerungsraten.

CO2-Ausstoß einer Pelletsheizung

Natürlich stößt auch die Pelletsheizung CO2 aus, schließlich kommt es in ihr ja auch zu Verbrennungsprozessen. Die Menge ausgestoßenen CO2 ist dabei sogar relativ hoch. Und trotzdem hinterlässt eine solche Heizung einen deutlich grüneren Fußabdruck. Schließlich wird in der Pelletsheizung Holz verbrannt. Das ist ein komplett nachwachsender Rohstoff, der zudem CO2 aufnimmt. Öl und Gas hingegen sind erschöpfliche, fossile Brennstoffe. Durch ihre Nutzung wird mehr Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, als von Pflanzen wieder aufgenommen werden kann.

Zudem werden die Pellets zu großen Teilen aus Holzindustrieabfällen hergestellt, etwa aus Spänen aus der Möbelproduktion. Die Bäume, die Grundlage der Pellets sind, wurden daher zum großen Teil auch unabhängig von ihrer Verwendung in Heizungen gefällt.

Bildnachweis: primastock, Photodune

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.