Energiesparlampe

Umweltsünde Energiesparlampe

Es gibt sie in allen Formen: Rund und eckig, lang und kurz, geschwungen oder in Stabform. Die Rede ist von der Energiesparlampe.
Spätestens seit der entsprechenden EU-Verordnung ist sie in tausenden deutschen Haushalten zu finden.

Die Energiesparlampe soll der Umwelt helfen: Stromsparen bei gleicher Lichtintensität, das spart jedes Jahr tausende Tonnen CO2, so das Versprechen. Und so war dieses Versprechen auch ist – man bedenke nur einmal, dass eine Energiesparlampe bei gleicher Lichtintensität oftmals nur 5% der Leistungsaufnahme gegenüber eine klassischen Glühbirne hat -, die Energiesparlampe ist ein Verbrechen an der Umwelt.

Quecksilber in der Energiesparlampe

Energiesparlampe

Energiesparlampe

Was viele Verbraucher nicht wissen: In Energiesparlampen sind bis zu 5 Milligramm Quecksilber enthalten.
Das Schwermetall Quecksilber – das Nervenschäden verursacht – sorgt in der Energiesparlampe für die schnelle Zündung.
Je billiger eine Energiesparlampe, umso mehr Quecksilber ist in der Regel enthalten.

Für die Umwelt und die Verbraucher hat das einen entscheidenden Nachteil: Gelangt bei einem Glasbruch aufgrund unzureichender Schutzmechanismen Quecksilber verloren, bedeutet das unter Umständen, dass das Schwermetall eingeatmet wird.
Und auch die Entsorgung ist umständlich: Will man die Umwelt weitestgehend schützen, muss die Energiesparlampe fachgerecht entsorgt werden. Das geht aber nur bei entsprechenden Sammelstellen oder im Wertstoffhof und ist somit besonders aufwändig.
Da wundert es kaum, dass die meisten Energiesparlampen im normalen Hausmüll enden. Eine Umweltverschmutzung sondergleichen.

Die richtige Energiesparlampe kaufen

Je billiger eine Energiesparlampe, umso gefährlicher ist sie und umso kürzer ist ihre Lebensdauer.

Wer billig kauft, kauft zweimal!

Wer den eigenen Geldbeutel und ebenso die Umwelt schonen will, der greift am besten von vornherein auf hochwertige – und damit teurere – Energiesparlampen zurück. Gründe gibt es dafür viele.

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Häufiges Anschalten

Die Energiesparlampe ist nicht für häufiges An- und Ausschalten gedacht. Etwa in Treppenhäusern versagt sie oftmals schon nach kurzer Zeit ihren Dienst.
Je billiger da die eingesetzte Energiesparlampe, um so schneller fällt sie aus.

Kurze Schaltzeiten

Wird direkt nach dem Anschalten die volle Lichtintensität benötigt, der wird mit einer billigen Energiesparlampe vermutlich nicht glücklich: Zu langsam sind die Schaltzeiten, die billige Energiesparlampe braucht dann häufig noch einige Minuten um in voller Intensität zu strahlen.
Besser macht das die hochwertige, aber auch teurere Energiesparlampe.

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Kurze Lebensdauer

Laut EU-Verordnung muss eine Energiesparlampe eine Lebensdauer von mindestens 6.000 Stunden haben.

Zum Vergleich: Eine klassische Glühbirne war häufig schon nach etwa 1.000 Stunden reif für die Tonne.

Doch auch bei den Energiesparlampen gibt es Unterschiede: Schaffen die billigen Modelle gerade etwas mehr als 6.000 Stunden, so brennt eine teure und hochwertige Energiesparlampe auch schon einmal fast 20.000 Stunden, bevor sie das Zeitliche segnet.

Weniger Schadstoffe

Je hochwertiger eine Energiesparlampe, umso besser ist die verbaute Technik.

Das bedeutet im Umkehrschluss dann auch, dass weniger Schadstoffe wie Quecksilber in der Lampe enthalten sind, weil die Lampe auch mit weniger Quecksilber schneller zu leuchten beginnt.

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Kritik nicht immer gerechtfertigt

Energiesparlampe

Energiesparlampe

Die Kritiker der Energiesparlampe wollen nicht ruhen.

Schlechtes und ungemütliches Licht, hohe Umweltverschmutzung aufgrund von Quecksilber, schlechte Rücknahme defekter Lampen. Und überhaupt: Was war so schlecht an der Glühbirne?!

Doch auch die Glühbirne ist nicht frei von Nachteilen.

So wandelt die klassische Glühbirne – die durch Erhitzen eines Fadens aus Wolfram zu leuchten beginnt – nur etwa 5% der Energie in Licht um. 95% der Energie gehen als Wärme verloren. Bei einer 100 Watt Glühbirne machte das als 95 Watt, die praktisch ungenutzt verloren gingen. Keine schöne Energiebilanz.

Und auch bei der Stromerzeugung wird Quecksilber in die Atmosphäre geblasen. Vergleicht man die Energiebilanz von Glüh- und Energiesparlampe haben daher beide Arten in etwa gleich viel Quecksilber produziert.

Schlechte Energiesparlampen werden – dank einer deutschen Verorndung – bald vom Markt verschwunden sein. Denn um in Deutschland verkauft werden zu dürfen, muss die Energiesparlampe eine Reihe von Auflagen erfüllen: Schnelle Schaltzeiten, mindestens 6.000 Stunden Lebensdauer und Erreichen einer bestimmten Lichtintensität nach kurzer Zeit.

Auch das Argument mit dem „schlechten“ Licht stimmt nur noch in Teilen: Die Hersteller von Energiesparlampen haben es mittlerweile geschafft, ganz unterschiedliche Wärmetypen herzustellen. So gibt es Energiesparlampen, die nach wie vor ein sehr kaltes, weißes Licht erzeugen. Andere aber leuchten warm, fast orange und schaffen so eine angenehme Lichtatmosphäre.

Wichtig: Richtig kaufen

Wer Energiesparlampen kauft, der sollte vorallem beachten, keine billigen Modelle zu erwerben. Billige Energiesparlampen

  • enthalten häufig mehr Quecksilber
  • sind schlechter verarbeitet, Quecksilber kann bei Glasbruch so auch schneller entweichen
  • haben in aller Regel eine kürze Lebensdauer.

Wer also zur Energiesparlampe greift, der sollte hochwertige Modelle von renommierten Herstellern nehmen. Die gibt es in den unterschiedlichsten Formen und ganz verschiedenen Wärmetypen. Doch eine solche Energiesparlampe kostet dann auch schnell 15 Euro oder mehr. Dafür hält sie auch weit über 10.000 Stunden.

Bild: Kevin Galens auf flickr, Lizenz

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.