Apple MacBook Air

Apple kaufen oder nicht?

Die Meinungen sind verschieden, die Gesellschaft ist gespalten: Seit Jahren erhitzt das Thema Apple die Gemüter.

Die Einen halten Apple-Geräte für überteuerte Design-Kästen, die nur für Desktop-Publishing gut geeignet sind. Die anderen – oftmals schon solche, die Apple Rechner nutzen – sehen in den Geräten aus Cuppertino die in perfektes Design gegossene Perfektion des Heimcomputers.

Doch für all diejenigen, die vor dem Kauf eines neuen Rechners oder Notebooks stehen, ist das keine Hilfe: Was hat man nun von Apple, lohnt sich der Kauf eines Rechners von Apple, soll man Apple kaufen oder nicht?


Dieser Artikel versucht darauf eine Antwort zu geben, zeigt Vor- und Nachteile aktueller Apple-Geräte auf und gibt die ultimative Antwort, warum sich der Kauf eines Apple-Rechners wirklich lohnen kann.

Übersicht: Aktuelle Apple Notebooks und Apple Rechner

Um aber überhaupt eine Antwort geben zu können, sollte man sich zunächst einmal anschauen, welche Hardware – genauer: welche Notebooks und Desktop-Rechner – Apple derzeit anschaut.
Auf Mobilgeräte wie Apple iPhone 4 oder Apple iPad wurde an dieser Stelle verzichtet.

Für unterwegs: MacBook Air

Apple MacBook Air

Apple MacBook Air

Das MacBook Air ist Apples Antwort auf Subnotebooks: Mit guter Rechenleistung, aber geringem Gewicht sind diese Geräte besonders für den Business-Bereich geeignet und gehören als mobiler Begleiter in jede Aktentasche.
Und auf eben diesem Markt mischt Apple mit dem MacBook Air kräftig mit.

Mit gerade einmal knapp 1 Kilogramm ist das MacBook Air extrem leicht und mit zum Teil nur 0,3 cm auch extrem flach.
Dennoch ist es mit mindestens 1,4 GHz auch für größere Aufgaben bestens gerüstet und bietet zusätzlich mit einer Batterielaufzeit von 5 Stunden ausreichend Zeit für das Filme schauen unterwegs.
Der Flash-Speicher sorgt für schnelle Zugriffszeiten, das Display ist mit mindestens 11 Zoll ausreichend groß.

Das Besondere an der neuen MacBook Air Generation: Apple hat die Preise für das MacBook Air drastisch gesengt: Bereits ab 1000,- EUR ist das extrem mobile MacBook Air jetzt zu haben. Von überhöhten Preisen kann hierbei nicht mehr die Rede sein.

Einen ausführlichen Bericht zum MacBook Air gibt es auch bei admartinator.de. Der Autor Martin Sauer kürte das MacBook Air gar zur besten Hardware 2010

Bild MacBook Air: ensign_at_e233net auf flickr, Lizenz

Für die junge Generation: MacBook

Es gab mal eine Zeit, da wusste Apple nicht so recht, was man wollte.
Erst wurde das erfolgreiche weiße MacBook vom Markt genommen und das Aluminium-Pendant umbenannt, nach einbrechender Nachfrage gab es das weiße MacBook dann doch wieder.

Und das wohl bekannteste Modell aus der Apple-Serie hat auch durchaus seine Daseinsberechtigung: Komplett aus weißen Kunststoff gefertigt und auf’s Wesentliche reduziert, kommt es vorallem bei der jüngeren Apple-Käuferschicht gut an.

Das weiße MacBook ist für 1000,- EUR solide ausgestattet und bringt neben einem 13″-Display eine schnelle Grafikkarte und einen flotten Prozessor mit 2,4 GHz mit. Trotz dieser durchaus beachtlichen Leistungswerte sind die Batterielaufzeiten mit 10 Stunden (Produktangaben von Apple) doch recht ordentlich.

Etwas professioneller: Das MacBook Pro

Apple MacBook Pro

Apple MacBook Pro

Das MacBook Pro gilt Vielen als optimaler mobiler Begleiter im kreativen Bereich.

Und tatsächlich weißt vieles darauf hin: Das MacBook Pro ist in drei Größen (13″, 15″ und 17″) zu haben, bringt in jeder Variante eine extrem performante Grundausstattung mit und ist bis ins Extreme aufrüstbar. So sind etwa 8GB Arbeitsspeicher  möglich oder aber das MacBook Pro kann mit einem 2,8 GHz „i7“-Prozessor aufgerüstet werden. Und all das bei einer Grafikkarte mit 512 MB Speicher.
Und trotz dieser Ausstattungsmerkmale sind dann immer noch mindestens 8 Stunden Akkulaufzeit drin.

Doch hat das MacBook Pro auch seinen Preis: Für das kleinste Modell (in der „schwächsten“ Ausstattung) sind immer 1150 Euro fällig, für die größte und beste Konfiguration muss man sogar fast 4200 Euro auf den Ladentisch legen.

Für diesen Preis sind dann aber auch keine Wünsche mehr offen.

Bild MacBook Pro: Tyler auf flickr, Lizenz

Für den Schreibtisch: Apple iMac

Wer kein Notebook möchte, aber trotzdem nicht auf einen Apple Rechner verzichten möchte, der greift am besten zum Apple iMac.

Der iMac ist ein klassischer Desktop-Rechner, der dann aber doch nicht so ganz klassisch ist. Das Besondere am Apple iMac: Er ist ein sogenannter „All-in-One-Rechner“.
Das bedeutet: Alle Hardware-Bauteile sind direkt hinter dem Display verbaut. Außer Display, Tastatur und Maus haben Sie dann nichts auf dem Schreibtisch.

Das Schöne am iMac: Er hat ein hochauflösendes 16:9-Display, dass mindestens 21″ groß ist. Aber auch mit 27″ kann man den iMac haben.

Der iMac ist dabei besonders für Privataufgaben konzipiert, doch auch mit Anspruchsvollem kommt er gut klar.
Der iMac ist dabei ab knapp 1000,- Euro zu haben, doch auch Konfigurationen für über 3000,- Euro sind möglich.

Für Profis: Der Apple Mac Pro

Bis zu 12 Rechenkerne, 8 TB Speicher und 16GB Arbeitsspeicher. Damit versucht der Apple Mac Pro den professionellen Bereich zu überzeugen.

Denn dafür ist der Mac Pro konzipiert: Für den professionellen Bereich. Deshalb soll an dieser Stelle auch nicht weiter auf diesen Rechner eingegangen werden, da er mit mehreren tausend Euro auch alles andere als günstig ist.

Zudem fehlen bei diesem Rechner zunächst auch Display und anderes Zubehör.

Vorteile von Apple Geräten

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Apple Rechner nur etwas für den anspruchsvollen kreativen Bereich waren.
Notebooks von Apple haben längst Kultstatus, sind erschwinglich und vor allem bei der jüngeren Generation sehr beliebt.
Und – abgesehen vom hübschen Design – hat das auch durch seine Gründe:

  1. Keine Gefahren für den Mac
    Während für PC-Benutzer überall im Internet Gefahren lauern, lebt es sich für den Mac-User noch sehr sicher: Kaum Viren und Trojaner gibt es für das Apple Betriebssystem, sodass unbeschadet und unbesorgt gesurft werden kann.
  2. Der Mac ist intuitiv
    Dort wo Windows-Benutzer noch suchen, hat der Mac-Benutzer schon eine Lösung gefunden. Denn ein Mac ist intuitiv. Nach kurzer Einarbeitungszeit (etwa nach dem Wechsel von Windows) lassen sich alle benötigten Funktionen schnell finden.
    Und diesen Weg setzt Apple auch konsequent in allen Software-Entwicklungen fort: Alle Funktionen sind intuitiv zu benutzen und im Bedarfsfall hilft eine ausgeklügelte Hilfe schnell weiter.
    Und wichtig: Auch Dritt-Anbieter halten sich strikt an diese Idee. Jede Software tritt so auf, als stamme sie direkt von Apple.
  3. Auf den Mac ist Verlass
    Einen Mac kauft man manchesmal für’s Leben. Denn ein Mac ist langlebig, die Hardware-Probleme halten sich in Grenzen, „Abnutzungserscheinungen“ gibt es kaum.
    So gibt es Apple-User, die schon 10 Jahre lang den gleichen Rechner benutzen, ohne ein Neuanschaffung zu planen.

Wer einen Mac kauft, der wird Freude an seiner Investition haben.
Doch sollte man nicht verschweigen, dass Apple auch manchmal Grund zum Zweifeln gibt.

Nachteile bei Apple

Nicht alles was glänzt, ist Gold.
Beim Mac verhält es sich nicht anders. So gibt es auch bei den schmucken Rechnern aus Cuppertino Nachteile, die aufgezählt werden sollten.

  1. Der Mac ist teurer
    Ohne Frage: Der Mac ist teurer, als vergleichbare Windows-Rechner.
    Für Apple zahlt man immer auch ein wenig das Design und die Philosophie. Ein gleichwertig ausgestattetes Windows-Notebook ist immer teurer als das entsprechende MacBook.
  2. Apples Zubehörpolitik
    Für Verwunderung sorgt bei vielen Apple-Fans die immer deutlicher werdende Zubehör-Politik.
    Waren Apple-Rechner (und Mobiltelefone, das iPhone) bis vor wenigen Jahren immer noch üppig mit Zubehör ausgestattet (Kabel, Adapter, Fernbedienung, Kleinkram), sieht es aktuell schon ganz anders aus. Für jedes kleine Zubehörteil lässt sich Apple fürstlich entlohnen. Für einen Video-Adapter muss man so etwa 30,- Euro auf den Tisch legen, eine Fernbedienung ist für 20,- Euro zu haben und ein einfaches USB-Kabel kostet ebenfalls 20,- Euro.
  3. Das Nicht-Wahr-Haben-Wollen von Fehlern
    Gibt es bei Apple-Geräten nachweislich Probleme oder Hardwarefehler (exemplarisch seien hier das Antennenproblem beim iPhone 4 oder Risse im weißen MacBook genannt), spielt Apple diese häufig herunter und schweigt sie tot.
    Das Unternehmen zeigt sich aber gleichzeitig häufig sehr kulant und tauscht (auch ohne Garantieverlängerung) viele Teile kostenlos aus.
  4. Es läuft nicht jede Software
    Was man beim kauf eines Apple-Rechners nicht vergessen sollte: Alte Windows-Software wird auf dem Mac (außer man installiert zusätzlich Windows) nicht funktionieren.
    Da das Betriebssystem ein ganz anderes ist, wird man um Neuanschaffungen nicht herum kommen.
    Zusätzlich problematisch: VieleProgramme von Windows gibt es gar nicht für den Mac. Man ist dann genötigt, sich ein vergleichbares Mac-Programm anzueignen.
    Gerade bei Umsteigern sorgt das häufig zu Verwirrung.

Fazit: Für wen lohnt sich ein Mac?

Ein Mac kann sich lohnen. Insbesondere dann, wenn man unbeschwert und leicht einen Rechner bedienen will.
Man darf dennoch nicht vergessen, dass ein Mac immer etwas teurer ist, als vergleichbare Windows-Rechner.

Für diese Mehrausgaben bekommt man dann aber ein Gerät, auf das Verlass ist, dass ohne Murren funktioniert, für das es noch keinen Virus gibt und das auch in Zukunft den Takt angeben wird.

Apple ist immer weniger eine Lebensphilosophie. Apple ist immer mehr die Erkenntnis, dass Technik nicht kompliziert sein muss und vorallem eines bedeutet: Spaß.
Wer sich darin wiederfinden kann, für den ist ein Apple Rechner genau das Richtige.

Wer nur selten am Rechner sitzt und deshalb auch nur wenig Geld ausgeben will, der sollte die Finger vom Mac lassen und sein Geld an anderer Stelle – vielleicht sinnvoller – ausgeben.

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.