VDSL: HD-Fernsehen über das Internet

VDSL ist in aller Munde: Megaschnelles Internet und gleichzeitig HD-Fernsehen über Internet empfangen. Ein Traum Vieler! Doch wie genau funktioniert dieses VDSL? Welche Vorteile bringt es mit sich und welche Nachteile von VDSL gibt es? Und wie teuer ist diese Form des Internets? Alle Antworten finden Sie hier!

Was ist VDSL?

VDSL steht für den englischen Ausdruck „Very High Speed Digital Subscriber Line“ und bezeichnet somit eine besonders schnelle digitale Anschlussleitung.

VDSL wird per Klasfaser übertragen, wodurch besonders hohe Übertragungsraten realisiert werden können. Allerdings sinken diese Übertragungsraten deshalb wieder, weil der Anschluss des Kunden an VDSL über die klassische, alte Kupferleitung erfolgt.

Rein rechnerisch sind mit VDSL bis zu 100 MBit/s möglich. Das entspricht dem bis zu 50-fachen derzeitiger normaler ADSL-Verbindungen.

Vorteile von VDSL

Aufgrund dieser enorm hohen Verbindungsrate können die Internetanbieter über VDSL sogenannte „Triple-Play-Angebote“ realisieren. Unter „Triple-Play“ versteht man das gleichzeitige Anbieten von Telefon, Internet und (HD-)TV über die Internetleitung.

Vorreiter auf dem Gebiet dieser Dreifach-Lösungen war die Deutsche Telekom. Sie hat den Netzausbau von VDSL massiv vorangetrieben und bietet mit „T-Entertain“ ein Paket für Telefon, Internet und Fernsehen über Internet an. Doch auch anderen Anbieter – 1&1 etwa – sind mit vergleichbaren Angeboten am Markt vertreten.

Der enorme Vorteil solcher Konstellationen liegt klar auf der Hand: Statt bisher mindestens zwei Anbietern für Telefon, Internet und Fernsehen bekommen Sie als Kunde nun alle drei Sachen von einem Vertragspartner, müssen daher auch nur eine monatliche Rechnung begleichen und können Fernsehen, Telefon und Internet mit nur einer Kündigung beenden.

Nachteile von VDSL

Trotz allen Komforts hat VDSL jedoch auch drei entscheidenden Nachteile.

Zunächst müssen Sie für den Betrieb des HD-Fernsehens entsprechende Receiver an jedem Fernseher betreiben. Diese funktionieren ganz ähnlich wie Satelliten- oder Kabelreceiver: Die kleinen Computer sorgen dafür, dass aus dem „Internetsignal“ ein Fernsehsignal wird. Es wird jedoch für jeden Fernseher ein eigener Receiver benötigt.

Möchte eine Familie mit zwei Kindern also etwa gleichzeitig drei Fernseher betreiben, die eigenständig ein eigenes Programm anzeigen, so benötigt eine solche Familie entsprechend drei Receiver. Das kann sehr schnell sehr teuer werden.

Ein zweiter Nachteil ergibt sich aus der Natur des Fernsehempfangs: Die Receiver werden über einen Netzwerkanschluss an das Internet angeschlossen. Für jeden Receiver muss deshalb ein entsprechender Netzwerkanschluss vorhanden sein.

Während in den meisten Haushalten die normalen Fernsehdosen schon unter Putz verlegt sind, ist das bei Netzwerkanschlüssen häufig nicht der Fall. Die Konsequenz ist daher die Verlegung eines Hausnetzwerks unter Putz oder die Verlegung sichtbarer Netzwerkkabel durch die Wohnung. Beide Fälle ind aufwendig, bzw. wenig schön.

Der dritte Nachteil entsteht durch das gemeinsam genutzte Netz. Immer wieder kommt es in Teilen Deutschlands vor, dass das Internet kurz- oder langfristig ausfällt. In solchen Fällen haben Nutzer von VDSL dann gleich drei Ausfälle zu beklagen: Sowohl Telefon, als auch Internet, als auch Fernsehen sind bei einem Internetausfall nicht mehr nutzbar.

Kosten für VDSL

Während VDSL in der Anfangszeit noch sehr teuer war, sind die Kosten nun sehr überschaubar. Für „Triple-Play“-Angebote der meisten Anbieter zahlt man kaum mehr als für einen klassischen DSL- und Telefonie-Vertrag. Für bereits ca. 50,- EUR im Monat bekommt man eine sehr schnelle Internetverbindung, eine Festnetzflat für Telefonie und Fernsehen in HD-Auflösung.

Doch auch hier gilt, dass die Angebote der unterschiedlichen Anbieter unterschiedlich teuer sind. Es empfiehlt sind in jedem Fall ein ausgieber VDSL-Vergleich vor Abschluss eines VDSL-Vertrags.

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.