Kinder per GPS oder Handy orten

Ortung von Kindern per GPS oder Handy

Immer wieder kommt es vor, dass Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden. Meistens passiert nichts und die Kleinen kommen nach einiger Zeit wieder unbeschadet nach Hause. Manchmal aber – etwa im Fall von Nina und Tobias aus dem niedersächsischen Bodenfelde – geschehen grausame Verbrechen.

Um Ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu geben und Ihre Kinder zu jederzeit orten zu können, gibt es verschiedene Systeme. So können Sie Ihre Kinder etwa per GPS orten, aber auch eine Ortung Ihres Kindes per Handy funktioniert leicht und ist kostengünstig möglich.

Kinder per GPS orten

Die wohl zuverlässigste Möglichkeit, Ihr Kind jederzeit zu orten, funktioniert per Satellit. Das aus Militär und Straßenverkehr bekannte Satelliten-System GPS („Global Positioning System“) kommt dabei auch bei der Ortung Ihres Kindes zum Einsatz.

Hierfür muss Ihr Kind nur einen entsprechenden GPS-Sender mit angebundenem GSM-Modul (also ein Mobilfunksystem zur Übertragung des Signals) mit sich führen. Das gibt es in einfachen Ausführungen oder auch schon ausgeklügelter und moderner etwa als GPS-Armbanduhr.

So haben Sie Ihr Kind immer virtuell im Blick: Verlässt es etwa eine vordefinierte Route – zum Beispiel den Weg von Haus zu Schule – schlägt das System Alarm, Sie bekommen eine SMS. Zudem können Sie den Standort des Kindes jederzeit auf einer Karte einsehen. Doch GPS hat auch seine Macken.

Probleme von GPS

Kinder per GPS oder Handy orten

Kinder per GPS oder Handy orten

Zunächst einmal gilt: GPS ist ein militärisches System. Es arbeitet daher gewollt ungenau (damit es nicht für falsche Zwecke genutzt werden kann), eine Positionsbestimmung weicht daher immer um einige Meter ab. In Kriegszeiten kann das System für die zivile Nutzung sogar ganz abgeschaltet werden.

Das viel größere Problem für Eltern allerdings: Das System funktioniert nur, wenn es freie Sicht zu Satelliten gibt. Ist Ihr Kind etwa in einem Gebäude oder einem dicht bewachsenen Wald, so ist eine Ortung nicht immer möglich, Sie können von Ihrem Kind dann auch nicht die aktuelle Position ermitteln.

Und auch sonst sind GPS-Systeme nicht immer ganz sinnvoll: Verliert oder vergisst Ihr Kind etwa den Sensor, so ist das System nutzlos und wird Ihnen im Bedarfsfall nicht helfen können. Denn: Sie orten immer nur den Sensor. Wo Ihr Kind sich befindet, ist freilich fraglich.

Kinder per Handy orten

Eine andere Möglichkeit ergibt sich allerdings für all jene Eltern, deren Kinder schon ein eigenes Handy haben. Denn auch ein Handy kann – unabhängig von GPS – geortet werden.

Genutzt wird dafür die sogenannte Funkzelle, in der sich ein Handy befindet: Da die Standorte der Funkmasten bekannt sind, kann man feststellen, wo sich ungefähr ein geortetes Handy befindet. Diese Ortung können Sie sich dann am Computer anschauen.

Mehrere verschiedene Anbieter bieten solche Ortungen über Handy an. Eine einzelne Ortung kostet dann in der Regel nur wenige Cent. Aber Achtung: Es gibt auch Seiten, die es auf Ihr Geld abgesehen haben. Landen Sie bei einer solchen Falle im Internet, sind schnell überflüssige und vollkommen überteuerte Wochenabos fällig, die schnell mehrere Euro am Tag kosten können. Tipp: Seriöse Anbieter geben Ihnen eine Möglichkeit den Service vor einer Anmeldung kostenlos zu testen. Diese Möglichkeit sollten Sie nutzen

Ortung per Handy ungenau

Die Ortsbestimmung eines Handy ist allerdings mehr als ungenau. Je nach Größe einer Funkzelle und der Funkmasten-Dichte kann sich Ihr Kind wohlmöglich in einem mehrere Quadratkilometer großen Bereich befinden. Eine Suche im Notfall gestaltet sich dann natürlich als besonders schwierig.

Ähnlich gravierend: Ist das Handy ausgeschaltet oder der Akku leer, so können Sie die Position Ihres Kindes gar nicht ermitteln.

Bild: Anthony Kelly auf flickr, Lizenz

Über Adrian

Adrian ist der Gründer des Ratgebers artikelwissen.info.